Gibt es ein Alzheimer-Risiko durch Ihr Kochgeschirr? Ein Experte klärt auf
Bei der Suche nach neuem Kochgeschirr werden Sie feststellen, dass es heutzutage eine große Auswahl an Materialien gibt, darunter Gusseisen, Edelstahl, Kupfer, Antihaftbeschichtung und Keramik. Im Allgemeinen sind alle diese Materialien sicher.
Die Entscheidung, welches Kochgeschirr das Beste für Sie ist, hängt eher von Ihrer Kochart ab als von den gesundheitlichen Risiken des Materials.
Aluminium-Pfannen: Können sie Demenz verursachen?
Es gibt keine starken Beweise, die die Bedenken unterstützen, dass die Exposition gegenüber Aluminium irgendeine Form von Demenz verursachen kann, einschließlich der Alzheimer-Krankheit.
Woher stammt diese Vorstellung?
Im Jahr 1965 entdeckten Wissenschaftler, dass die Fütterung von Kaninchen mit sehr hohen Mengen an Aluminium zu Veränderungen im Gehirn führte, die Alzheimer ähnelten. Später stellte sich jedoch heraus, dass diese Ergebnisse falsch waren.
Es gab auch Berichte über hohe Mengen an Metallen wie Aluminium in den Gehirnen einiger Menschen mit Demenz. Es wurde jedoch keine Verbindung gefunden. Dieser Mythos könnte daher stammen. Obwohl es keine glaubwürdigen Beweise dafür gibt, haben einige Menschen dennoch begonnen, Aluminium-Kochgeschirr und sogar Getränkedosen zu meiden.
Es ist bedauerlich, denn Aluminium-Kochgeschirr hat den Vorteil, dass es sich schnell erhitzt, leicht ist und zu einem günstigen Preis erhältlich ist. Es gab jedoch Probleme mit reinem Aluminium, das auf saure und alkalische Lebensmittel reagiert oder sich bei Hitze verformt. Diese Probleme können jedoch weitgehend vermieden werden - und jegliche verbleibenden Gesundheitsbedenken können ausgeräumt werden -, indem Sie eloxiertes Aluminium-Kochgeschirr wählen.
Sind Kupferpfannen sicher?
Kupfer ist zweifellos schön anzusehen. Es gibt etwas an glänzendem Kupfergeschirr, das im Regal funkelt.
Aber es geht nicht nur um die Ästhetik - Kupfer leitet Wärme hervorragend und sorgt für eine gleichmäßige Erwärmung des Topfes oder der Pfanne. Dies ist besonders nützlich für empfindliche Gerichte, die eine präzise Temperaturkontrolle erfordern. Aus diesem Grund sieht man Kupferpfannen häufig bei professionellen Köchen im Einsatz.
Was ist mit Ihrer Gesundheit?
Wenn Sie Lebensmittel mit hohen Kupfermengen verzehren, kann dies Übelkeit, Erbrechen und sogar Leberschäden verursachen. Dies wird jedoch nicht durch Ihre Töpfe oder Pfannen geschehen. Die meisten Kupferkochgeschirre sind mit einer nicht reaktiven Beschichtung ausgestattet, wie zum Beispiel Edelstahl, die verhindert, dass Spuren von Kupfer in die Lebensmittel gelangen.
Wie sieht es mit Gusseisen, Edelstahl oder Keramik-Kochgeschirr aus?
Gusseisen, Edelstahl und Keramik-Kochgeschirr sind alle gute Optionen, da sie in der Regel langlebig, nicht reaktiv und leicht zu reinigen sind.
Gibt es Nachteile?
Gusseisen ist schwer und heizt möglicherweise nicht gleichmäßig auf. Einige Keramikbeschichtungen können recht leicht beschädigt werden, obwohl die meisten modernen Varianten sehr stabil sind.
Bei günstigen Edelstahlpfannen besteht die Möglichkeit, dass Nickel und andere Metalle aus der Pfanne in Ihr Essen gelangen, aber das ist sehr unwahrscheinlich, es sei denn, der Hersteller spart Kosten und verwendet minderwertigen Edelstahl.
Im Allgemeinen sind alle drei Materialien gute Optionen, wenn sie von seriösen Herstellern stammen.
Warum machen wir uns also Sorgen um Chemikalien und Metalle in unserem Kochgeschirr?
Wir neigen oft dazu, Risiken falsch einzuschätzen. Je mehr wir über ein vermeintliches Risiko hören, desto gefährlicher scheint es uns zu sein - auch wenn das tatsächliche Risiko gering ist. Die Angst vor Chemikalien ist weit verbreitet, aber viele dieser Ängste sind unnötig. Kurz gesagt, Ihr Kochgeschirr ist sicher. Genießen Sie Ihr Essen. Quelle: The Conversation. Oliver A.H. Jones, Professor an der RMIT University.