Haarausfall nach einer Corona Infektion

Haarausfall nach einer Corona Infektion

Wussten Sie, dass wir jeden Tag circa 50 bis 150 Haare auf natürliche Weise verlieren? Verschiedene gesundheitliche Probleme können diesen Haarverlust jedoch verstärken. So kann eine Corona Infektion einen Ausfall von 400 bis 500 Haaren täglich verursachen. In den meisten Fällen tritt der Haarausfall dabei nicht sofort, sondern zwei bis drei Monate verspätet auf.

Durch den Haarausfall beginnt das Haar sein Volumen zu verlieren. Der Telogene Haarausfall beschreibt den Vorgang eines gesteigerten Haarverlustes bzw. Ausdünnung des Haarwuchses durch ein frühzeitiges Eintreten der Haarzellen in die Telogene Phase (Ruhephase der Haarzelle). Statistiken zeigen, dass fast 25% der Betroffenen an dieser Art von Haarausfall leiden und dabei besonders Frauen.

Der Telogene Haarausfall gehört wohl nicht zu den schwerwiegendsten Folgen von Corona, beeinträchtigt aber zweifellos den emotionalen Zustand und die Lebensqualität. Die gute Nachricht ist, dass dieser Prozess eine begrenzte Zeit andauert und reversibel ist.

Warum führt Corona zu Haarausfall?

In seinem natürlichen Zyklus durchläuft das Haar drei Phasen: Anagen oder Wachstumsphase, Katagen oder Übergangsphase und Telogen die Ruhephase. Wird dieses Gleichgewicht gestört, kann schnell ein großer Teil der Follikel in die Ruhephase eintreten und den Haarausfall einleiten.

Zu den Gründen für die Auslösung dieses Prozesses gehören emotionaler Stress, bestimmte Gesundheitsprobleme, Ernährungsumstellungen und die Einnahme bestimmter Medikamente. Bei einer Corona Infektion reagiert das Immunsystem auf die virale Erkrankung. Es erhöht die entzündungsfördernden Zytokine und reduziert gerinnungshemmende Proteine mit der anschließenden Bildung von Mikrothromben, die schließlich die Haarfollikel schädigen.

Das Haar tritt in die Telogenphase ein, verbleibt aber für drei weitere Monate in der Kopfhaut und fällt danach aus. Daher verursacht die Coronavirus Infektion keinen sofortigen, sondern einen verzögerten Haarausfall.

Wie geht man mit Haarausfall um?

Beim Telogene Haarausfall handelts es sich in den meisten Fällen um ein vorübergehendes Phänomen. Es kann mehrere Wochen bis zu 6 Monate nach der Infektion anhalten. Sollte der Haarausfall länger als ein halbes Jahr andauern, ist die Konsultation eines Dermatologen empfehlenswert.

Achten Sie auf Ihre Essgewohnheiten. Haarfollikel brauchen eine ausgewogene Ernährung. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wie Aminosäuren, B-Vitaminen, Zink, Eisen, Biotin, Kalzium, Kupfer, Selen hilft, dickere und stärkere Haare zu bekommen. Achten Sie bei Ihrer Ernährung auf proteinreiche Produkte, gesunde Fette sowie viel frisches Obst und Gemüse.

Hier testen >>