Krebsbekämpfung: Neue EU-Grenzwerte für Blei in Lebensmitteln

Krebsbekämpfung: Neue EU-Grenzwerte für Blei in Lebensmitteln

Bleiverseuchte Lebensmittel sind ein ernstes Gesundheitsrisiko nicht nur für Kleinkinder. Im Rahmen des Europäischen Krebsplans traten neue Grenzwerte für Blei in verschiedenen Lebensmitteln in Kraft. Strengere Höchstgehalte gelten beispielsweise für Babynahrung, Gewürze, Weine und Salz. In Zukunft werden die meisten Salzarten nur noch mit einem maximalen Gehalt von 1 mg/kg erlaubt sein. Für Weine wird der Grenzwert ab der Ernte 2022 von 0,15 auf 0,10 mg/kg gesenkt.

"Im Rahmen des europäischen Krebsplans setzen wir uns dafür ein, den Gehalt an krebserregenden Inhaltsstoffen weiter zu reduzieren", sagte EU-Gesundheitskommissarin Kyriakides. Die Vorgeschichte der neuen Grenzwerte für das toxische und krebserregende Schwermetall Blei basiert auf den Erkenntnissen, dass es keine Mindestschwelle gibt, unterhalb derer eine Schädigung der menschlichen Gesundheit sicher ausgeschlossen werden kann.

Zuvor wurden relativ hohe Bleigehalte in Algen, Fisch, Meeresfrüchten und Lebensmittelzusatzstoffen gefunden. Auch andere Lebensmittel wie Getreideprodukte oder Gemüse können laut Bundesumweltministerium trotz ihres relativ geringen Gehalts maßgeblich zur Bleiaufnahme beitragen, da sie in größeren Mengen verzehrt werden.

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