Schwierige Diagnose – Calciummangel

Schwierige Diagnose – Calciummangel

Der Calcium-Blutwert von Serumanalysen (ohne Blutzellen) sagt nichts über den tatsächlichen Versorgungsstatus mit Calcium (Kalzium) aus. Denn der Körper achtet darauf, dass der Calciumwert im Blut nur in einem geringen Bereich schwankt. So findet sich ca. 1% des Gesamtcalciums im Blut und der Rest in den Knochen.

Mit der Nahrung aufgenommenes Calcium gelangt über den Transportweg Blut in die Knochen und wird dort gespeichert oder über den Stuhl bzw. Urin ausgeschieden. Bei einem sinkendem Calciumspiegel im Blut erfolgt sofort die Mobilisation von Calcium aus dem Knochen. Dieser Regelkreis sorgt auch bei einer längerfristigen Unterversorgung für konstante Calciumspiegel im Blut. Selbst bei einer bestehenden Osteoporose können die Blutwerte über lange Zeit vollkommen unauffällig sein. Auch Vollblutanalysen (mit Blutzellen), die hauptsächlich von Orthomolekularmedizinern durchgeführt werden, nutzen nicht viel, da Calcium nur zu 10% in den Zellen aber zu 90% im Serum zu finden ist.

Eine weitere unbefriedigende Methode stellt die Knochendichtemessung dar. Besonders bei Patienten, jüngeren und mittleren Alters, ist die Messung sehr fragwürdig. So findet sich eine deutlich messbare Abnahme der Knochendichte erst bei extrem niedrigen Calciumspiegeln.

Ein interessantes Verfahren zur Bestimmung des Calciummangels stellt dagegen die Haar- oder Nagelmineralanalyse dar. So konnte eine Studie in Rio de Janeiro (PubMed Index: 11603827) zeigen, dass niedrige Calciumwerte im Haar von Frauen mit Calciummangel-Symptomen und Osteoporose Erkrankungen korrelieren.

Die Studie kommt zum Schluss, dass die Analyse ein sehr nützliches, komplementäres Hilfsmittel für die Detektion von Störungen im Calcium- und Knochenstoffwechsel ist. testen >>